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Grundlegendes

Taijiquan oder T'ai Chi Ch'uan

Die verschiedenen Umschriften aus dem Chinesischen führen leicht zu Verwirrung, meinen aber das Gleiche.
Eine früher gebräuchliche Übertragung in unsere lateinischen Schriftzeichen war die Wade Giles Methode, aus der die Umschrift Tai Chi Chuan und einige Abwandlungen davon stammen. Heute sehen wir immer häufiger die in der Volksrepublik China übliche Pinyin Umschrift, in der es dann Taijiquan heißt. Man spricht das j ähnlich wie in Jeans und das q wie Tsch.
Die Abkürzungen Taiji oder Taichi sind folgen der Bequemlichkeit.
Taiji ist ein eigensändiger Begriff, der einen Zustand der höchsten Harmonie von Yin und Yang beschreibt. So wird in China das Yin/Yang-Zeichen auch Taiji genannt. Das Wort Quan ist mit Faust zu übersetzen und steht für das Kämpfen mit bloßen Händen, also ohne Waffe. So bedeutet Taijiquan die höchste Kunst mit der Faust zu kämpfen oder auch Kampfkunst in der Harmonie von Yin und Yang

Für wen ist Taijiquan und wie lernt man es



Taijiquan kann von Frauen und Männern in jedem Alter betrieben werden. Die einzige Voraussetzung für das Erlernen der Bewegungsprinzipien des Taijiquan ist Beharrlichkeit. Sie stellt sich ganz natürlich ein, wenn man Freude am Üben empfindet.

Zu Beginn lernt man die Form, die in der von Zheng Manqing entwickelten kurzen Variante aus 37 Figuren besteht. Sie ist die Grundlage aller Taijiquan-Praxis und kann bis ins hohe Alter alleine oder in einer Gruppe geübt werden.

Erweiterte Dimensionen

Für Fortgeschrittene gibt es noch eine andere Dimension: die Partnerübungen. Zur Kultivierung der eigenen Energie tritt die sensibilisierte Wahrnehmung der Energie anderer hinzu. Mit dem „Verstehen der Energie“ werden spielerisch die Fähigkeiten erlernt, die dem Taijiquan als Kampfkunst zugrunde liegen. Man lernt, ohne Kraftaufwand und ohne Widerstand die eigene Mitte und eine aufrechte Haltung zu wahren.

Die Prinzipien des Taijiquan finden sich auch in den traditionellen Waffenformen wie dem Schwert wieder. Das Taiji-Schwert ist ein eigenständiger Übungsweg; dennoch sollte man mit ihm erst beginnen, wenn man die waffenlose Form erlernt hat.

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